Originalarbeiten auf dem Wege zur SRT

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Überblick

 

Zeittafel zur SRT-Geschichte

 

Die meisten Verweise in der Zeittafel führen vorderhand noch ins Leere. Die dahinter stehenden Kommentare werden allmählich erstellt, ergänzt und nötigenfalls auch korrigiert werden. Einige Originalarbeiten findet man nicht hier auf der Hauptseite, sondern nur als Verweise in der Zeittafel, so die frühe Arbeit von Voigt und die Arbeit von Abraham über die longitudinalen und transversalen Massen.

 

Kaufmanns experimenteller Startschuss

 

[K1] Im Vortrag Die elektromagnetische Masse des Elektrons gibt Kaufmann 1902 einen Überblick über die Resultate der Elektronenablenkversuche, die er seit 1901 durchgeführt hatte und die eine mit der Geschwindigkeit wachsende träge Masse des Elektrons belegen. Diese Messungen waren der Startschuss zur relativistischen oder neuen Mechanik. Darauf folgten Schlag auf Schlag die Arbeiten von Abraham, Lorentz, Poincaré und Einstein.

 

Lorentzens Durchbruch zu SRT und rel. Mechanik

 

[L1] Sitzungsbericht der Koninklijke Akademie van Wetenschappen te Amsterdam vom 23. April 1904. Diese Arbeit markiert die Geburtsstunde der SRT. Erschienen ist sie im Juli 1904 in den PROCEEDINGS of the SECTION OF SCIENCES, in denen die Sitzungsberichte der königlichen Akademie in englischer Übersetzung einem grösseren Leserkreis zugänglich gemacht wurden. Einige kleinere Rechenfehler und weitere Mängel wurden von Poincaré in seiner weiter unten aufgeführten, zusammenfassenden und prioritätssichernden 5. Juni-Arbeit und der grossen SRT-Arbeit vom Juli 1905 behoben.

Kurzkommentar zu [L1]

 

 

Poincarés SRT-Arbeiten

 

[P1] Festschrift zu Ehren von Lorentz vom Dezember 1900

 

[P2] Prioritätssichernde Kurzfassung der grossen SRT-Arbeit vom 5. Juni 1905 (erschienen am 11. Juni 1905 in den Comptes rendus, weswegen Einstein die Resultate aus [P3] noch vor Abschluss seiner SRT-Arbeit erfahren haben kann.)

 

[P3] Die grosse SRT-Arbeit vom 23. Juli 1905 (erschienen am 2. März 1906 im Band 21 der Rendiconti del Circolo matematico di Palermo, der zum grössten Teil aus Beiträgen vom Juni 1905 bis Dezember 1905 besteht)

 

Kurzkommentar zu [P2] und [P3]

 

[P4] Die "SRT-Perihel-Arbeit" erschien am 30. Mai 1908 und enthielt erstmals eine speziell relativistische Perihelverschiebungsrechnung des Merkur.

 

Empfehlenswert ist auch der Kauf der beiden Bücher "Wissenschaft und Hypothese" und "Der Wert der Wissenschaft" aus dem Xenomos-Verlag, 2003. Das Erste in der Übersetzung von F. und L. Lindemann, das Zweite in der Übersetzung von E. Weber. Für professionelle, historische Zwecke müssen aber die französischen Erstausgaben beigezogen werden: La Science et l'Hypothèse, die 1902 erschien und La Valeur de la Science, die Ende 1904 erschien. Das erste Buch war Einstein, der ziemlich gut französisch konnte, sicher und das zweite mit grosser Wahrscheinlichkeit bekannt, als er seine berühmte Arbeit verfasste. Im ersten Buch ist als Kapitel 9 und 10 Poincarés Ansprache vor dem Pariser Kongress von 1900 abgedruckt. Im Kapitel 10 findet man das Relativitätsprinzip deutlich ausgesprochen, aber noch ohne Verwendung dieses Wortes, und im Kapitel 12 erklärt er den Aether - ausser für didaktisch/anschauliche Gründe - für unnütz, aber - bei Gültigkeit des Prinzips der kleinsten Wirkung - auch als unwiderlegbar. Im zweiten Büchlein findet man als Kapitel 2 wieder seine Arbeit von 1898 über die Zeitmessung, wo er das Konzept der Relativität der Gleichzeitigkeit erstmals deutlich formuliert hatte, und in den Kapiteln 7 bis 9 seine berühmte Ansprache vom September 1904 an der Weltausstellung in St.Louis.

 

 

Einsteins SRT - (Zusammen-)Fassungen

 

[E1] Einsteins berühmte SRT-Arbeit vom 30. Juni 1905 (erschienen am 26. Sept. 1905 in den Annalen der Physik).

 

[E2] Einsteins SRT-Übersichtsartikel 1907/1908 vom 4. Dez. 1907 (erschienen am 22. Jan. 1908 im Jahrbuch der Radioaktivität und Elektronik) mit einer Berichtigung vom 3. März 1908. Diesen Artikel schrieb Einstein auf Bitte von Johannes Stark.

 

Sehr zu empfehlen ist aber auch der Kauf des preiswerten rororo-Bändchens "Einsteins Annus mirabilis", 2001, Seite 161 bis 178.

 

 

Letztmals bearbeitet: 17. September 2005